Mein JahresrĂŒckblick 2 0 2 0 ! đŸŽ‰

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Abschieden, doch bei 2020 wird es mir nicht so schwer fallen. Obwohl das so ganz auch nicht stimmt. Ich denke da spricht der Part aus mir, der sich der Masse und dem „Shitstorm“ zum Jahr anschließen will, um mitreden zu können. Aber da waren doch auch so viele, wundervolle Ereignisse, die es wert sind gefeiert und erinnert zu werden. Es war und ist nicht nur alles schlecht, nur dann eben, wenn der Fokus dort liegt. Also drehen wir das ganze Mal doch mal um. Und mit diesen Worten: Herzlich Willkommen zu meinem persönlichen JahresrĂŒckblick von 2020!

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 14.01.29.png

Auch in Jahr 3 meiner kleinen RĂŒckblicks-Tradition ist das immer noch schwierig zu beantworten. Das Jahr beschreibt so vieles und wird wohl noch lange ein Inbegriff fĂŒr vieles sein. 2020 war ĂŒberschattet, eingehĂŒllt in einen dichten Nebel namens Ungewissheit. Ich denke das wĂ€re es dann wohl.

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.50.37.png

Borkum und Berchtesgaden, beides Orte, die ich unbedingt sehen, erkunden und erleben wollte und niemals gedacht hĂ€tte, dass ich sie dieses Jahr bereisen darf. Mit Borkum begann das Jahr, zu einem Zeitpunkt an denen Masken nur zur Wellnessbehandlung bekannt und Toilettenpapier kein Luxusgut war. Es war einfach ein entspannter Trip unter besten Freundinnen, mit unbeschwerten Fahrradtouren an der KĂŒste, SonnenaufgĂ€ngen in den DĂŒnen, Pizza am Hasen-Leuchtturm und ausgiebige SpaziergĂ€nge am Strand. Es klingt so banal, es war aber so perfekt. Selten hab ich einen Ausflug so in mein Herz geschlossen, wie diesen hier. Diese Insel hat mich verzaubert und geprĂ€gt, in so vielerlei Hinsicht. Es war der ideale – wenn auch ein etwas stĂŒrmischer und regnerischer – Auftakt ins neue Jahr, oder vielleicht auch einfach der letzte unbeschwerte, völlig freie Augenblick des Jahres, denn mit dem Ende unserer Reise, versankt die Welt ein wenig in Chaos.

Doch dann kam im Juni Berchtesgaden, mit seinen wunderschönen Bergen und den tĂŒrkisfarbenen Seen, die mehr nach Filmkulisse als nach unberĂŒhrte Natur aussehen. Niemals werde ich den Augenblick vergessen, wie wir mit unserem kleinen Ruderboot ĂŒber den Hintersee gerudert sind, wenn auch mit klitzekleinen Anlaufschwierigkeiten. Wir hatten sprichwörtliches Kaiserwetter. TatsĂ€chlich fehlen mir auch jetzt noch etwas die Worte, einfach weil kein Satz der Welt diese Perfektion des Moments einfangen könnten. Genauso wie bei unserer Schiffsfahrt ĂŒber den Königssee. Es war – ohne zu sehr nach einem Kitschfilm klingen zu wollen – wie in einem wahr gewordenem Traum, fĂŒr den ich so unfassbar dankbar bin. Es war ein Lichtblick, in dieser komischen Zeit, eine Woche Auszeit, Rauszeit, Gemeinsamzeit, die gerne hĂ€tte lĂ€nger gehen können.

Und natĂŒrlich gab es noch weitere kleine und große AusflĂŒge, wenn auch eben immer mit EinschrĂ€nkungen. Das ist aber definitiv verschmerzbar, wenn man z.B. in einem wundervollen MĂ€rchenschloss ĂŒbernachten darf, inmitten von Weinbergen und dem Moseltal. Oder auch Köln, kannte ich zwar schon etwas, durfte ich aber von einer ganz neuen Seite kennenlernen. Etwas neuer dagegen war fĂŒr mich das Stubaital, mit seinen hohen Bergen und den weiten Gletschern, die wir tatsĂ€chlich bewandert und auch hinabgeklettert sind. Und das bringt mich auch gleich zur nĂ€chsten Kategorie:

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.51.19.png

Es war magisch, aufregend und etwas beĂ€ngstigend zu gleich, als ich so langsam realisiert habe, dass ich da wirklich mit einem Eispickel und Schneeschuhen bewaffnet am Gletscher hing, und mich StĂŒck fĂŒr StĂŒck nach unten in die Eiskristallwelt abseilte. Kurz zuvor war ich die Eiswand, welche durch die Sonnenstrahlen anfing matschig zu werden, abgerutscht und hing Kopf ĂŒber in der Gletscherspalte. Ich konnte mich aber zum GlĂŒck aus meiner mehr oder weniger guten Zirkusakrobatik befreien und den letzten Rest den Abstiegs und den Aufstieg auch ganz ohne weitere Vorkommnisse zu Ende bringen. Ich war nur auf mich gestellt in dieser Situation. Da waren nur das Seil an dem ich gesichert war, der Eispickel, die Eiszapfen und ich. (Okay und ein Wanderguide, der hier da ein paar Anweisungen gab.) Und trotz Sturz, hatte ich jede Sekunde vollstes Vertrauen und tiefste Konzentration, in die Situation und mich. Eine der schönsten Lektionen des Jahres.

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.55.57 Kopie.png

Puh, spannende Frage. Auf jeden Fall, dass es immer einen Weg gibt fĂŒr alles, egal wie aussichtslos die Situation auch scheint und, dass nichts automatisch alles schlecht ist, nur weil es nicht wie gewohnt funktioniert. In Problemen Chancen zu sehen, das hab ich wohl irgendwie gelernt, auch wenn es hier und da schon schmerzhafte und traurige Situationen gab.

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.51.37.png

Hach da gibt es wieder so viele. Ich könnte mich niemals auf nur einen Tag festlegen. Ich denke ich wÀhle einfach die Taktik, die ganzen wundervollen Momente des Jahres so anzuordnen, dass sie am Ende einen Tag ergeben.

Also der Tag wĂŒrde mit dem Sonnenaufgang am Meer auf Borkum starten, mit anschließender Fahrradtour um die Insel. Dann wĂŒrde ich das Fahrrad gegen den roten Roller eintauschen, den meine aller beste Freundin und ich in Hamburg hatten, um mit dem nochmal quer durch die Stadt, durch die Designerstraßen und Luxusgassen zu fahren, um nochmal diese unbĂ€ndige Freiheit und diese schönste Form von GlĂŒck zu spĂŒren, wie in diesem Sommer. Mit dem gehts dann zum Lavendelfeld, ne Runde im Regen tanzen und ein paar Minuten spĂ€ter bei strahlendem Sonnenschein im Sonnenblumenfeld rennen. Dann ein paar Stunden am Strand und/oder Pool und mit ein paar guten Cocktails sonnen und zum krönenden Abschluss gĂ€be es erst ne Runde Riesenradfahren, dann Freilicht- und dann gleich anschließend nochmal Autokino.

Irgendwie war das Jahr die reinste NegativitĂ€tsspirale. Es war nicht immer leicht, die schönen Dinge zu sehen bzw. auch zu genießen. Zu groß war die Angst vor Verurteilung und der Rechtfertigung die darauf folgt.
SĂ€tze wie: „Du willst echt zu Zeiten wie diesen verreisen?“ oder „Darf man das ĂŒberhaupt?“ waren keine Seltenheit und Menschen wie ich, die tagtĂ€glich Angst vor Ablehnung und Zurechtweisung in sich tragen, wurden mehr denn je auf die Probe gestellt. Dieses „was darf ich“ steht ja bis heute im Raum und ist eine nicht so ganz klar definierte Sache. Es gab fĂŒr mich also nicht DEN negativen Moment, es war die NegativitĂ€t an sich, die ich letztlich in Positives verwandeln konnte, manchmal zumindest. (Und sei es nur die Erkenntnis zu diesem Beitrag hier, in dem ich den Fokus auf die schönen Dinge des Jahres legen will.)

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.50.57.png

Ich bin einfach so unfassbar dankbar fĂŒr all die großen und kleinen Erlebnisse, Trips, AusflĂŒge, Urlaube und Abenteuer, die ich wahrnehmen konnte, all diese unvergesslichen Augenblicke. Es ist nicht selbstverstĂ€ndlich fĂŒr mich, all diese Orte bereisen und diese Dinge erleben zu dĂŒrfen, ganz im Gegenteil, noch weniger in einem Jahr wie diesem. Ich bin dankbar fĂŒr das höchste gut dieser Zeit, meine Gesundheit, und die meiner Liebsten. Ich bin dankbar fĂŒr diese wundervollen Menschen in meinem Leben, die mich begleiten, unterstĂŒtzen, beraten, fotografieren, aufbauen und motivieren, so so sehr.
Ich glaube, dass ich das jedes Jahr schreibe. Doch selbst wenn ich mich wiederhole, zeigt es ja nochmal um so mehr wie wichtig mir das alles ist!!

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.54.47.png

TatsĂ€chlich auf meinen Weg der Achtsamkeit den ich gehe. NatĂŒrlich bin ich nicht plötzlich ein Guru und schwebe auf einer Wolke, aber das ist auch nicht mein Ziel. Viel mehr meine ich die Zeit, die ich mir bewusst fĂŒr mich und meine persönliche Weiterentwicklung nehme. Sei es fĂŒr bestimmte Kurse und Seminare, aber auch fĂŒr Meditationen und Yoga. So hab ich gleich Anfang des Jahres ein „Prana-Seminar“ besucht, alleine, was fĂŒr mich mehr als nur eine Überwindung war, hab mich mit meinem Freund zum Yoga angemeldet (was durch Corona nicht so sehr lange vor Ort stattfinden konnte, aber immerhin!) und hab hin und wieder nur fĂŒr mich im Stillen meditiert. Jap, das sind wirklich Dinge die mich ziemlich stolz machen.

Bildschirmfoto 2018-12-30 um 13.57.39 Kopie.png

Mein erster Gedanke dazu war das Wort NormalitĂ€t, doch ich weiß gar nicht, ob ich das so meine, oder was das ĂŒberhaupt noch bedeutet. Viel mehr ist es eigentlich die Entspannung der Menschen, die der aktuellen Situation und der Welt. Ich möchte, so egoistisch sich das auch anhören mag, wieder unbeschwert reisen können, ganz ohne Rechtfertigung, einfach in den Flieger und los. Ich möchte all meine Freunde und Familie besuchen, ganz normal in die Uni gehen, mal eben einkaufen. Ich möchte umarmen und nicht mehr Menschen ausweichen mĂŒssen, weil es das Beste wĂ€re. Ich möchte Texte schreiben, ohne Angst haben zu mĂŒssen, jemand könne sich angegriffen fĂŒhlen. Ich möchte wieder richtig ich sein dĂŒrfen. Das wĂŒnsch ich mir und uns.

Und was wĂŒnscht du dir fĂŒr 2 0 2 1 ? Schreib es mir gerne in die Kommentare! Ich freu mich drĂŒber!

Zu guter Letzt, so als letzte gute Tat in 2020, möchte ich euch danken. FĂŒrs lesen, liken, kommentieren, austauschen und vernetzen, sowohl hier, als auch auf Instagram. All eure lieben, ehrlichen, herzlichen Worte bedeuten mir so viel mehr, als ihr euch vorstellen könnt. Danke danke danke!
Ich wĂŒnsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und immer eine handvoll Konfetti! 🎉🌈✹

Passt auf euch auf und bis nÀchstes Jahr,

eure KonfettiAnna 💜

Kleine Anmerkungen: Dieser Blogpost von mir frei gestaltet. Alle Bilder sind von mir und werde dafĂŒr in keiner Form bezahlt!

Ein Kommentar zu „Mein JahresrĂŒckblick 2 0 2 0 ! đŸŽ‰

  1. Danke fĂŒr deine tollen Worte, so ganz ohne Corona und co. Erst dadurch wurde mir bewusst, wie wenig ich die schönen Momente in diesem Jahr wertgeschĂ€tzt habe. Wir sind alle so sehr auf das Negative und Schlechte fokussiert, dass wir gar nicht mitbekommen, wie wunderbar das Leben doch ist. TatsĂ€chlich habe auch ich in diesem Jahre einiges Neues erlebt und hatte das total verdrĂ€ngt. Nun aber auf ins nĂ€chste Jahr, es stehen tolle neue Sachen auf dem Programm 🙂 Ich bin gespannt, was wir alles erleben werden!

    GefÀllt 1 Person

Schreibe eine Antwort zu Sebastian Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s