Mein Jahresrückblick 2 0 2 3 ! 🎉

Die ersten Stunden von 2024 sind angebrochen, die ersten Menschen trauen sich wieder auf die Straße und der Rauch der letzten, frühmorgendlichen Stunden verzieht langsam. Und hier liege ich, in meiner kleinen süßen Wohnung, mit Blick auf den Fernsehturm
und komme endlich zur schönsten (ja eigentlichen Endjahres-)Tradition: mein Jahresrückblick. ❤
Wie jedes Jahr immer etwas aufgeregt zurückzuschauen, glücklich über das erlebte, erstaunt über meinen neuen Erfahrungsschatz und was ich alles unerwarteter Weise geschafft habe. Man könnte fast schon meinen, es ist ein running gag, doch ich fühle es auch in diesem Jahr wieder besonders stark: es ist das aufregendste und unglaublichste Jahr, was ich bisher hatte. Dankbarkeit ist gar kein Ausdruck für all das, was das Schicksal für mich bereithielt. Von Reisen, zu Begegnungen und Meilensteine… alles war besonders (&) aufregend. Und genau das, schlüssle ich jetzt wie jedes Jahr wieder etwas auf. (Vielleicht aber noch schnell nen Kaffee holen, für den Silvester-Kopf)


Tatsächlich fällt mir das in diesem Jahr besonders leicht zu beantworten: Schicksalshaft. An jeder Straßenecke die ich neu entdeckt habe, in jedem Zug den ich gefahren bin, in jedem Moment den ich gelebt, gehofft und geliebt habe, wartete das Schicksal und fügte alle Puzzleteile an ihre richtigen Stellen. Sei es bei der Findung meines neuen Jobs, meiner kleinen, eigenen Wohnung, dem Begegnen meines Herzensmenschen … all das fühlt sich nach Schicksal und Fügung an.

Ich bin ja so unendlich glücklich, das endlich sagen zu können, aber tatsächlich Skandinavien. Dänemark, Schweden, Norwegen. All diese wundervollen Länder hab ich (teils sogar mehrmals) bereisen, kennenlernen und noch mehr zu lieben lernen dürfen. Es waren die schönsten Roadtrips, alle so verschieden und besonders, alle einzigartig und magisch.
Besonders an Schweden, welches ich zuerst mit meiner besten Freundin Anfang des Jahres bereist habe, hab ich mein Herz verloren. Es sollte die letzte Reise sein, bevor ich nach Berlin und in die Arbeitswelt abtauche und war eine Überraschungsreise. Ich wusste weder wohin es geht, noch wie lange und mit welchem Transportmittel. Kurz vor dem Flughafen dann die Erlösung: SCHWEDEN! Wie lange ich mir das gewünscht hatte. In Stockholm angekommen ging es aber nicht in die Stadt, sondern aufs Land, nach Gräddö. In eines der süßesten Tiny Houses, mit Blick aufs Wasser. Ich glaube mein Herz war lange nicht mehr so erfüllt, wie in diesen Tagen. Und um das noch zu steigern, schenkte uns Schweden gleich in der ersten Nacht POLARLICHTER!!! Wie kleine Kinder am Weihnachtsmorgen klebten wir an der Scheibe und beobachteten die schwachen, aber doch sichtbaren grünen Schleier am Himmel. Die Tage darauf schneite es und die Welt war jetzt absolute Perfektion. Wir verbrachten unsere Zeit mit Cafébesuchen und Kanelbullar testen, und erkundeten mit unserem Cabrio (ja, wir hatten das Dach offen beim fahren) die umliegenden kleinen Dörfer und Städte. Am Ende dieser paar Tage ging es dann tatsächlich noch nach Stockholm, in das ich mich direkt verliebte. Mit Schnee auf den Straßen gar nicht so einfach zu erkunden, aber um so achtsamer tingelten wir von Café zu Café, von einer wundervollen Straße zur nächsten. Der Abschied fiel unendlich schwer und es war daher nur logisch, nochmal zurückzukehren. ❤

Ein mehr oder weniger spontane Idee brachte mich dieses Jahr noch ins wundervolle Lissabon. Das erste Gehalt muss ja schließlich gut investiert werden und mich reizt Portugal schon seit Jahren. Warum nicht also mit der Hauptstadt beginnen?! Gesagt getan und was soll ich sagen, es war einfach jeden Cent wert. Der Vibe der Stadt ist so wundervoll frei und unbefangen, dynamisch und kreativ. Die Tage gefüllt mit frühsommerlicher Wärme, die Nächte mit Festen und Straßenmusik. Die Blicke über die Stadt zum Wasser sind atemberaubend und vom Wasser aus per Segelboot im Sonnenuntergang nur noch schöner. Eine riesige Empfehlung übrigens: Lissabon via Wasser erkunden, einfach an der Küste entlang und am besten mit viel Pastel de Nata, den berühmten Blätterteigtörtchen die man UNBEDINGT dort probiert haben muss.


Danach ging es mit meiner besten Freundin nochmal nach Dänemark, ein verlängertes Mädelswochenende, ein weiterer Roadtrip. Von Berlin aus ja nicht soooo weit. Es war die perfekte Abenteuermischung. Wir schliefen in sogenannten Sheltern, kleine Holzbauten, die perfekt für eine Nacht im Wald geeignet sind, übernachteten im Zelt mit Blick aufs Meer und wohnten in einem weiteren so süßen Tiny House, ein umgebauter Container, mit Hauskatze. Wir lebten in den Tag, erkundeten was in der Nähe lag, besuchten Häfen und Dörfer, fuhren Fähre und backten am selbsternannten Hygge-Sonntag Zitronenkuchen. Die ideale, kleine Auszeit. Nur wenige Tage und doch so wunderschön, erdend.



Und weil ich so ins schwärmen kam, und wir unserem Hund in seinem alten Tagen nochmal das Meer zeigen wollten, fuhr ich kurz darauf auch nochmal mit meiner Mama nach Dänemark. Gewohnt haben wir in einem alten Fischerhaus, direkt an der Düne und somit nicht weit vom Meer entfernt. Da wir außerhalb der Saison dort waren, hatten wir den kilometerlangen Strand nur für uns. Endlich kam ich mal zu meinem Buch, zum entspannten fotografieren, zum ankommen. Wir spazierten viel, gingen schwimmen und erkundeten auch hier die umliegenden Städte. Abends kochten wir zusammen und aßen am riesigen Holztisch im Kerzenlicht.


Einen kleine Zwischenauszeit verbachten wir noch in Kühlungsborn, auch eine Stadt, in der ich noch nie war. Aber die perfekte kleine Auszeit am Meer. Mit viel leckerem Essen, Strandspaziergängen und Strandkorbbesuchen.

Meinen Geburtstag verbachte ich dieses Jahr mal auf eine ganz neue, ganz wundervoll besondere Weise: mit Clamping im Harz. Nur mein Freund und ich, dieses riesige, traumhaft schöne Zelt (Zelt ist eigentlich ein zu kleines Wort dafür) und die herbstliche Natur um uns. Viel Zeit zum runterkommen, ankommen, Sternenhimmel beobachten, Burgen besichtigen, nichts tun und dem Regen lauschen, der aufs Dachzelt prasselte. Um 00:00 gabs selbstgemachtes French Toast und Geschenke. Perfekter hätte ich nicht in die 26 Reinfeiern können. ❤

Und schließlich, weil ich vom Norden scheinbar einfach nicht genug bekommen konnte, ging es Anfang Dezember mit meinem Freund nochmal die skandinavischen Hauptstädte erkunden: Kopenhagen, Oslo, Stockholm, mit Zwischenhalten in Göteborg, Jönköping und Malmö. In Summe 3100 km an Strecke, und jeden davon hab ich geliebt. Ein paar der Städte kannte ich ja bereits, doch zu der winterlichen Vorweihnachtszeit ist das Erleben einfach anders. Wir haben dort so viele Marmeladenglasmomente gehabt, dass ich noch bis morgen aufzählen und schwärmen würde. Ich werde hierzu aber nochmal einen ganz eigenen Blogpost verfassen und ein paar davon erzählen, ganz sicher, dafür war die Reise zu magisch und bedeutsam.


Ganz ehrlich? Allein nur diese Frage zu lesen, jagt mir Freudentränen des Glücks und auch des Stolzes in die Augen. Es war ein unglaublich lehrreiches Jahr, begonnen mit dem größten Tief und geendet mit dem höchsten Hoch. Ich hab gelernt, erneut, dass ich alles schaffen kann, ich so viel mutiger und stärker bin, als ich mir immer einreden mag und da so viel großartiges hinter dieser altbekannten Angst wartet. Ich hab die Sachen gepackt – alles was in meinen süßen, rosa Reisekoffer passte- bin den Zug gestiegen und habe ein komplett neues Leben, in einer mir völlig fremden Stadt, mit einem ersten, richtigen Job begonnen. Tschüss Heimat, hallo Berlin. Aufregende Zeit, in der ich im Feierabend mit chinesischem Essen in der Wohnung sitze und Tag für Tag ein Möbelstück mehr aufbaue. Immer noch verrückt das auszusprechen, aber ja, ich bin jetzt hier, in einer Stadt, in der ich nie leben wollte, in einem Leben, was ich mir nie hätte vorstellen können. Aber so ist das mit Mutausbrüchen: sie werden am Ende immer belohnt werden.

Ich muss es einfach tun. Darf ich? Ich würde wie immer die schönsten, all die Marmeladenglasmomente des Jahres nehmen und in einen Tag verpacken, um noch einmal dieses unendliche Glück zu fühlen, was ich in ihnen jeweils hatte. Begonnen wird mit meinem wundervollen Winterpicknick im Schnee, mit warmen Tee, schönem Kerzenlicht und leckeren Pancakes. Nur ich und die Natur. Weiter gehts mit einer Cabriofahrt durch die verschneiten Landstraßen Schwedens, mit meiner besten Freundin als Fahrerin, die Musik wieder laut aufgedreht und der Gesang so schief und die Herzen so frei und glücklich wie an jenem Märztag. Ausgestattet mit Unmengen an Pastel de Nata & Kanelbullar gehts dann weiter in Schwedens Dörfchen bummeln, mit dem Segelboot die Welt erkunden um am Ende des Tages über nordische Weihnachtsmärkte zu laufen, Glögg zu trinken, Schneeflocken zu sammeln um schließlich gemütlich Abends, richtig schön eingekuschelt Nordlichter vom Zelt zu beobachten. Oh ja bitte! ❤

Der unendlich zerrenden Anfangszeit des letzten Jahres, in der ich pausenlos nach Jobs und einem neuen Weg für mein Leben gesucht habe. Es war nicht einfach zu der Zeit aber jetzt im Rückblick macht es mich um so stolzer. Es war notwenig, um all das was ich jetzt habe viel mehr genießen und schätzen zu können.

Für das Finden einer so wunderschönen Liebe, einem Menschen an meiner Seite, der genauso gleichermaßen liebevoll, kreativ, verrückt und herzlich ist, wie ich. Für die Möglichkeit, meine beste Freundin nochmal bei mir in der Nähe zu wissen, wir beide durch eine ungewisse Anfangszeit des Jahres gehen, uns täglich sehen und viel Freundinnen-Zeit haben konnten, ganz wie in alten (Schul-) Zeiten. Für das Fügen sämtlicher Problempuzzle, wie Jobfindung und Wohnungssuche, für das gute Integrieren in das Team, meine kreativen Aufgaben die mich fordern und wachsen lassen, meine Verkürzung der Probezeit und die schließliche Übernahme der Firma. Also ich wurde übernommen, nicht ich die Firma. Das kommt erst im neuen Jahr. 😉

Ich habe in der ersten Zeit von Berlin in einem Hotel bleiben müssen, das Leben von dort aus regeln und angehen müssen und das ständige Pendeln in die Heimat… Puh. Es war viel, erforderte viel Mut und Selbstbewusstsein, was ich beides nicht verloren hab. Ich war auf mich gestellt und vermutlich war das notwenig für meinen Lernprozess, das Bewusstsein, dass ich Dinge alleine kann. Ich hab in diesem Jahr wie in keinem anderen so viel meiner Ängste verloren, dass ich mich manchmal frage, wer die Person ist die da gerade handelt. Es fühlt sich unendlich toll an, wie ein wirklicher Neuanfang hier für mich.

Oh und: Ich habe tatsächlich an einem Firmenlauf teilgenommen. 5,8 km Strecke, untrainiert, aber vorsichtig optimistisch. Geendet hat der Lauf im Olympiastation, ein unglaublich surreales aber so beflügelndes Gefühl dort ins Ziel zu laufen.

Neue, unvergessliche Marmeladenglasmomente, kleine & große Auszeiten und Welterkundungen, Leben, Mutausbrüche, Angstverluste und Selbstbewusstsein. Weiteres Ankommen in mir selbst, Kreativität, Schreiben, Illustrieren, Fotografieren. Das hier, mein Blog, endlich endlich pflegen und mit Liebe füllen, so wie ich es mir immer gewünscht habe. Inspiration finden und sein, Liebe, für die Details und alles was mir begegnet. Wunder und Überraschungen, von denen ich euch am Ende diesen Jahres, 2024, erzählen kann. 🙂

So, nun aber fertigwerden hier. Das Frühstück wartet und das neue Jahr sowieso! Hallo 2024!
Ich wünsche euch ein wundervolles, erfülltes und endlich glückliches neues Jahr! Wir hören, bzw. schreiben uns ganz sicher bald. Ich freu mich auf alles was kommen mag. ❤

Ein Kommentar zu „Mein Jahresrückblick 2 0 2 3 ! 🎉

  1. Wooow, was für ein toller Beitrag und was für ein grandioser Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr! Selbst beim Lesen kann man die Freude und das Glück richtig spüren 🙂 Ich freue mich so sehr für dich, dass du in deinem neuen Leben angekommen bist und dieses so viel Schönes für dich bereithält. Ganz so wie ich es mir erhofft hatte. Ich bin schon gespannt, was das neue Jahr für dich bereithält 🙂

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