P A R I S – Ein Dreitages-Trip in die Stadt der Magie //

Nun war ich jetzt schon 2x in der französischen Hauptstadt und hatte immer noch offene Bucketlist-Punkte. Aber wie heißt es doch so schön, aller guten Dinge sind drei! Und so verbrachte ich drei wundervolle Tage mit meiner ersten großen Liebe- meiner besten Freundin- in der Stadt der Liebe und fühlten uns dabei irgendwas zwischen Touristen und Maincharacter unserer eigenen Serie.

Von Brüssel aus starteten wir ganz entspannt – und dank des Thalis auch super bequem – in Richtung Frankreich. Keine ganze 1,5h dauert die Fahrt zum Gare du Nord. Von dort aus ging es super easy mit der Metro weiter zu unserer süßen Pariser Wohnung. Für die Tage die wir dort verbringen wollten, kauften wir uns ein 3-Tages-Ticket für ca. 25€ pro Stück. Mit dieser konnten wir in jeden Bus und jede Metro einsteigen und so unsere Füße etwas schonen. Gut investierte 25€ also. (Aber Achtung! : Der Tag an dem das Ticket gekauft wird, und das egal zu welcher Uhrzeit, zählt dort bereits als vollständiger Tag. Das mussten wir auch schmerzlich erfahren und am letzten, eigentlich 3. Tag nochmal ein Einzelticket lösen!)

Der nächste Morgen startete ungewohnt früh für uns, doch wenn wir schon mal in Paris sind, wollen wir keine Sekunde davon vergeuden. Außerdem erwartete uns das Louvre. Doch erst ein typisches Pariser Frühstück: Café und Croissant! Und natürlich mit Aussicht auf die schönsten, sonnenbestrahlten Fassaden & Geschäfte und andere vorbeiziehende Frühaufsteher wie uns. Wenn auch etwas ungewohnt, aber trotzdem etwas wie im Film. Magisch auf eine Art. Und diese Magie steckt dort einfach überall.


Zum Louvre waren es von da aus nur noch wenige Gehminuten und so schlenderten wir durch die noch leeren Straßen, hielten an einigen Schaufenstern und schauten gierig in die vielen duftenden Brasserien & Patisserien und beäugten die wundervollen Tartes und Kuchen. Am Louvre schließlich angekommen, erklärte sich, wo all die Menschen an diesem Morgen geblieben waren: hier! Der ganze Platz rings um die berühmte gläserne Pyramide war gefüllt mit Menschenschlangen, sortiert und aufgereiht nach Eintrittsuhrzeit. 9.00 Uhr, der früheste Einlass, war unsere und obwohl die Schlange ewig lang war, ging es zügig voran. Apropos Tickets: am einfachsten geht es online und im Voraus, dann kann man sich der jeweiligen Zeitslot-Schlange einfach anschließen. Bis 26 Jahre ist der Eintritt sogar kostenlos!

Das Musée du Louvre selbst bietet mit 72.735 qm Fläche wirklich viel Platz für ihre sämtlichen Ausstellungen und Exponate und es erklärt sich von selbst, dass ein Vormittag allein dafür nicht ausreicht. Die Wegführung gleicht durch seine vielen unterirdischen Etagen, Flure und Gänge -trotz Karte! – teils dem eines Labyrinthes. Wir verbrachten dort ca. 3 Stunden und haben längst nicht alles gesehen. Aber das war okay so. Wir haben uns einfach inspiriert treiben lassen und geschaut, wo wir schließlich enden und reisten so durch Zeit und Welt. Doch nach 3 Stunden passt einfach nichts mehr an Wissen in den Kopf und so entschieden wir uns für einen Spaziergang entlang des am Louvre anschließenden Jardin des Tuileries, einen Barockgarten. Und so schlenderten wir, mit kleiner Bistro-Pause, weiter durch das angrenzende Viertel und endeten am berühmten Place de la Concorde. Ein schöner Spaziergang, wenn auch aber sehr lang. Deshalb ging es zum Champs Élysées mit dem Bus weiter, was eine Erleichterung. So richtig in Shopping-Laune waren wir aber gar nicht, vermutlich fehlte die nötige Energie dafür. Es brauchte also dringend eine Pause, und klar nicht einfach irgendwo, sondern auf DER Dachterrasse mit der schönsten Aussicht über die Stadt: Galerie Lafayette! Die Sicht ist einfach der Wahnsinn. Klar mussten wir das mit einem kleinen Glas Weißwein genießen. Apropos geniessen: später am Abend hatten wir, neben einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt, vorbei an Notre Dame und der Seine, die beste Pizza überhaupt, und das ausgerechnet in Frankreich! Bei beliebten Instagram-Lokalen sind wir eigentlich immer etwas vorsichtig, aber diese „berühmte“ Pizzeria, bei der man ohne Reservierung wirklich nur schwer einen Tisch bekommt, hat nicht zu viel versprochen!


Der nächste Morgen startete wieder gegen 8 Uhr für uns. Auch heute mussten wir einfach wieder neue Croissants testen und wurden nicht enttäuscht. Einfach der Wahnsinn, was man hier für wenig Geld geboten bekommt. Und klar, wenn wir schon mal so früh unterwegs sind, mussten wir gleich auch in die berühmte rue de l’université, die Straße mit einem der schönsten Blicke auf den Eiffelturm. Gut es ist Wochenende, kein Wunder also, dass wir hier nicht ganz alleine sind. Aber mit ein wenig Geduld (und Kreativität) konnten wir wirklich schöne Bilder machen. Und natürlich flanierten wir anschließend am großen Wahrzeichen entlang und fühlten uns wieder ein wenig wie im Film. Wie absurd besonders Augenblicke manchmal sein können. Ich laufe hier mit meiner besten Freundin unterm Eiffelturm durch die Stadt der Liebe und des Lichts, als ob es das normalste der Welt ist. Ein ganz normaler Samstag eben.

Das Flanieren behielten wir bei und folgten einfach unserer Nase, entlang der süßen Straßen, Geschäfte und Cafés und aßen stilecht Baguette und das nächste Croissant im Schatten eines Baumes mit Blick auf die Seine. Irgendwann landeten wir in einem so süßen, winzigen Café, bestellten Espresso und beobachteten die vielen Menschen mit der Notre Dame im Hintergrund. Stilechter kann man Espresso gar nicht trinken, oder? Falls ihr es bis hierhin noch nicht mitbekommen habt, dieser Tag ist sehr kulinarisch geprägt und genau so sollte er enden. Mit einem romantischen Picknick, und klar, direkt vorm Eiffelturm. Spätestens hier fragte ich mich, ob ich nicht träume. Es war perfekt und das sag ich nicht oft zu Augenblicken. Ausgestattet mit Rotwein, französischen Spezialitäten aus dem Feinkostladen, wie Weintrauben, Feigen, Oliven, Baguette und Käse, sowie Besteck und Picknickdecke warteten wir in entspannter Atmosphäre (gemeinsam mit einigen anderen) auf den Sonnenuntergang und einen Moment, der für uns beide eine Premiere sein sollte: das Glitzern des Eiffelturms. Ich gebe zu, ich hatte Tränen in den Augen. Kitschig, ich weiß, aber es war einfach so wundervoll. Ich weiß nicht genau wie lange wir dort noch saßen, schon einige Stunden, wir hatten definitiv einige Grüppchen überdauert. Als es uns dann doch etwas zu kühl wurde, packten wir unsere Sachen und spazierten entlang der Seine, mit einigen Pausen, um das glitzernde Wahrzeichen nochmal zu bestaunen, zur Bushaltestelle. Schöner hätten wir den letzten Abend hier wirklich nicht planen und erleben können.

Der letzte Morgen war da und bis unser Zug wieder fahren sollte, wollten wir natürlich noch weitere neue Orte erkunden. Dieses Mal ging es für uns in den Norden des Pariser Stadtgebietes. Unsere Koffer lagerten wir ganz easy am Bahnhof ein und hatten so (praktischer Weise) die Hände frei für neue Croissants und andere wundervolle Leckereien, die wir uns allerdings erst an unserem Ziel, Sacré-Cœur de Montmartre, gönnen wollten. Also das der Aufstieg dahin doch so anstrengend werden würde, hatten wir nicht eingeplant. Aber mit ein paar Pausen, gegenseitige Motivationsreden und die Aussicht auf ein fabelhaftes Frühstück, ließ uns im Schatten eines kleinen Parks unterhalb des Wahrzeichen des Nordens schließlich ankommen. Auch hier ergab sich für mich der nächste Marmeladenglasmoment, ganz unerwartet. Himmlische Zitronen- und Himbeertarte, frische Croissants und Pain au chocolat zum Frühstück, eine leichte warme Sommerbrise in der Luft, in der Ferne die Melodie von La vie en rose eines Akkordionspielers, den Blick auf die vielen kleinen Dächer der Stadt gerichtet, und wir zwei, hier, auf der Parkbank. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Wieder alles so kitschig perfekt. Hach Paris.


Und klar wollten wir die Sacré-Cœur nicht nur im Rücken behalten, sondern auch von innen anschauen. Überraschender Weise ohne Eintritt sogar! Der Platz vor der Wallfahrtskirche war bereits gefüllt mit vielen Touristen und die Sonne gab sich keine Mühe, sich zu verstecken. Zeit für uns zu gehen und die umliegenden Gassen zu besuchen. Das Flair hier ist definitiv ein ganz anderes, als gestern noch in der Innenstadt. Irgendwie entspannter, kreativer, lässiger, nicht weniger durch die vielen kleinen Boutiquen, Galerien und Kunstläden. Bevor es für uns langsam zurück zum Bahnhof gehen sollte, mussten wir einfach noch ein kleines Highlight des Nordes ansteuern: ein Fotoautomat! Ganz unscheinbar in einen der Straßen. Klar musste ich da rein und ein Erinnerungsbild der anderen Art mitnehmen. Und nachdem unsere 4 kleinen Bildchen gedruckt waren, schlenderten wir zurück zum Gare du Nord und unserem Gepäck.

Im Zug zurück nach Brüssel war etwas Zeit, um all das zu verarbeiten, was wir in den letzten drei Tagen (und die Woche davor in Belgien, was ich hier mal unter anderem zusammengetragen habe) so erlebt hatten. Ich weiß, dass viele Menschen Paris kritisch gegenüberstehen und es sogar eine Krankheit gibt, das Paris-Syndrom, die Auftritt, wenn die Enttäuschung und die Erwartung an die Stadt zu groß ist. Kein Witz! Ich für meinen Teil, und nach meinem jetzt schon dritten Besuch kann sagen: Ich finde es jedes Mal aufs Neue wundervoll hier. Natürlich kann nicht immer alles perfekt und wundervoll sein, muss es ja aber auch gar nicht. Es kann aber durchaus Momente geben die es sind, mit den richtigen Menschen an der Seite und einer entspannten, offenen Einstellung, hab ich so zumindest festgestellt. 😉
Deswegen heißt es für mich, und vielleicht uns, auch Au revoir Paris, bis bestimmt ganz bald! ❤



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