Wochenendausflug – Nordfriesen-Edition – Teil 1

Im Trott des Alltags stellt man meist viel zu spät fest, wie festgefahren Abläufe und Gedanken mittlerweile sind und wie dringend eine Pause von Nöten ist. Deshalb schnappte ich mir kurzerhand meinen überarbeitenden Freund (der das Ziel erst nach dem Losfahren erraten konnte) und fuhr uns kurzerhand in ein kleines maritimes Wochenendabenteuer, nach Husum. Eigentlich wollten wir dort vor 2 Jahren unsere Silvesternacht verbringen, doch naja, ihr wisst ja, schwierige Zeit. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben und so ging es für uns am ersten Märzwochenende mit Sonnenaufgang Richtung Norden, nach Nordfriesland.

Die Koffer sind gepackt …

Angekommen erwartet uns nicht nur strahlender Sonnenschein, sondern auch eine angenehm kühle Meeresbrise, die jetzt schon sämtliche Flusen im Kopf aufzulösen scheint. Die Menschen sind angenehm offen und wahnsinnig gutgelaunt, entspannt irgendwie, obwohl das Treiben auf dem Wochenmarkt und in der Stadt selbst für viel Gewusel sorgt. Noch bevor wir wirklich einen Plan haben, wohin wir uns treiben lassen, zieht es uns in einen Teeladen. Der unverwechselbare Geruch begleitete uns schon durch die süße Gasse, durch die wir vom Markt aus gekommen waren. Natürlich müssen wir den waschechten Friesentee mit nach Hause nehmen. Auf Rat der netten Teedame hin, machen wir uns auf zum Schloss, in dem es aktuell eines der schönsten Spektakel des Jahres geben soll: Volle Krokuswiesen! Und ganz ehrlich? Sie hat bei weitem nicht zu viel versprochen.

Sowas hab ich noch nirgends gesehen. So gut wie jede Wiese des Parks war mit einem Hauch von Lila überzogen und leuchtete im magischen Sonnenlicht. Ein so wunderschöner Anblick!

Als ich mich endlich vom Fotografieren und Staunen losmachen konnte, ging es weiter durch die Gassen Husums, Neues erkunden. Fischbrötchen vom Hafen und Wochenmarkt dürfen da natürlich nicht fehlen. Wer mich kennt weiß, dass ich eine enorme Schwäche für süße (kleine) Häuschen habe. Mit vielen Giebeln, gerne auch Stuck, Verzierungen, aus Backstein und oder Holz, viele (Sprossen-)Fensterchen, die Rahmen passend zur restlichen Farbe. Hach, ein Traum. Und davon gibt es einige hier.

Und es wäre gelogen, wenn ich leugne, nicht hier und da mal in ein, zwei Wohnzimmer gelunzt und mich für wenige Sekunden hinein geträumt hätte. Wir zwei, mit einer heißen Tasse Friesentee auf dem gemütlichen, mit stilvollen Kissen gedeckten Sofa, einer kuscheligen Decke, den Blick auf das offene, lichtdurchflutete nordische Zimmer gerichtet, mit frischen Blumen, vollen Bücherregalen und liebevollen Dekorationen, im Hintergrund eine leichte Musik… Hätte was. 🙂
Apropos Tee! Wenn schon nicht in einem der süßen Häuser, dann aber wenigstens am Hafen. Und hier auch noch mit leckerem Kuchen und Bagels. UND (sehr großer AHA-Effekt für mich) einer Wärmflasche, da es im Schatten und mit Meeresbrise doch noch recht frisch ist. Da versteht man die Vorliebe für heißen Tee nochmal mehr. Übrigens begleitet mich auch eine frisch aufgebrühte Tasse den Blogpost über. (Leider ohne Kekse.)

Die Stadt als solche ist relativ schnell erkundet, so winzig wie sie ist. Aber es gibt dafür so viele liebevolle Details, wie den Hafen, den Park, die Häuser und Geschäfte, die einfach zum längeren Anhalten einladen. ( Im blauen Kutter übrigens, kann man auch Essen gehen! ) Für dieses Wochenende brauchten wir keine aufregende, große Stadt mit vielen Einkehrmöglichkeiten und Veranstaltungen, mit vielen Straßen zum verlaufen. So klein und fein wie das Städtchen ist, war es ideal zum Abschalten, Seele baumeln und treiben lassen. Und nach einem so leckeren Abendessen wie wir es hier erleben durften, schläft es sich gleich nochmal viel tiefer.



Und was wir am nächsten Morgen vor unserer Heimreise noch erkundet haben, verrate ich euch im nächsten Teil! ❤
Bis dahin, wenn ihr mögt!

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