Wochenendausflug – NORDFRIESEN-EDITION – TEIL 2

Moin! Willkommen zurück und zum zweiten Teil der kleinen Review zum kleinen, maritimen Überraschungs-Wochendabenteuer für und mit meinem Freund. Für den Fall, du kennst Part 1 nicht und möchtest wissen, was wir am ersten Tag in Husum erlebt und entdeckt haben, schau mal hier: Wochenendausflug – Nordfriesen-Edition – Teil 1

Natürlich gehts vor der Abfahrt erstmal zum Frühstück. Der beste Zeitpunkt, um in Ruhe zu brainstormen, was wir mit dem ersten Teil des Tages anfangen wollen. Für uns beide ist sofort klar: noch nicht nach Hause fahren, lieber noch etwas die Gegend erkunden. Und so ging es ab ins Auto in Richtung Leuchtturm Westerheversand, das sind ungefähr 30 Minuten von Husum aus. Der Weg führte uns durchs nordische Wattenmeer, vorbei an Schafweiden und Vogelwiesen und den schönsten Reetdachhäusern mit Hof und Garten. Wir waren so verzaubert, dass wir hier und da einfach anhalten mussten, um Gegenden näher erleben zu können.

So war da plötzlich dieser See, inmitten vom Nichts, neben Gräsern und Deichen und diese unbeschreibliche, fast ohrenbetäubende (auch wenn sich das unlogisch anhört, aber es beschreibt es so gut) Stille. Eine Stille, die ich lange so nicht mehr erfahren habe. Kein Wind, kein Tier, kein Mensch, kein Auto weit und breit. Nur wir und die Natur. Ein wirklich ungewohntes Gefühl, aber wahnsinnig erholsam. Natürlich haben wir auch angehalten, um über die Deiche zum Wattenmeer zu gelangen, auf den dafür vorgesehenen Wegen versteht sich. Auch hier war die Stille fast erdrückend, die Meeresluft und der Anblick des Watts aber so befreiend.

Die Fahrt zum Leuchtturm selbst war einfach die Erholung pur. Die Frontscheibe wurde zum Bilderrahmen dieser wunderschönen Landschaften und hinter jeder Kurve kam eine neue, fast noch schönere Szenerie. Die Natur malt uns einfach die schönsten Bilder. 🙂
Ich weiß nicht genau was es ist, ob es an den Reetdächern, dem skandinavischen Flair, den kleinen Ortschaften, den Schafherden auf den riesigen Feldern, den Deichen oder dem Meer lag, aber ich fühle diese Gegend so sehr. Fast heimisch, ein bisschen wie ankommen nach einer langen Zeit. Auch hier träume ich mich in eines dieser alten Bauernhäuser, mit Garten und Gewächshaus, Schafen und Kühen auf der Wiese nebenan, und erschaffe mir meinen Alltag. Was eine Vorstellung. Wenn wohl auch etwas zu einsam für mich auf Dauer.

Selbst der (außerhalb der Saison richtig günstige) Wander-Parkplatz, zugehörig zum Turm, ist super schön, und mit angrenzendem Infohaus und Souvenirladen ein kleines Highlight. Von dort aus sind es nur wenige Meter zum Deich den der Besucher erst einmal überqueren muss, bevor es zum Wegenetz geht. Und natürlich wurden wir auch hier landschaftlich nicht enttäuscht, als es für uns endlich zum Leuchtturm ging, den Blick immer schweifend über die im Wind wiegenden Gräser und zum Horizont, dem Meer. Scheint übrigens ein beliebter Sonntagsausflug zu sein, denn wir trafen auf einige Leute. Aber so hatten wir zur Genüge die Gelegenheit unser „Moin“ melodisch und sprachlich zu üben. 🙂 Der Weg führt über einen gut befestigten Weg, ab und an auch über kleine Brücken. Für die, die nicht so gerne laufen, ist die Strecke ideal für eine kleine Fahrradtour.

Normalerweise sind der Leuchtturm und die anliegenden Gebäude übrigens geöffnet, nur leider zu dieser Jahreszeit noch nicht. Allein der Landschaft und der frischen Meeresluft wegen, hat sich der Spaziergang aber mehr als gelohnt. Wer das Meer besuchen mag, sollte an Ebbe und Flut denken, sonst wird es eher eine Wattwanderung. 😉 Auch ein kleiner Hofladen mit heimischen Produkten und ein Café /Bistro befinden sich direkt bei den Parkplätzen des Turms, nur leider auch jetzt noch nicht geöffnet. Die Runde zum Leuchtturm mit Abstecher zum Meer dauert übrigens so ca. 1,5h.

Tja und dann ging es auch schon schweren Herzens wieder Richtung Auto, aber mit wunderschönen Eindrücken und etwas Erholung nach Hause. Für mich war der Trip ein Zeichen viel öfter spontan zu sein, viel öfter solcher Überraschungen zu planen, viel öfter einfach mal raus aus dem Alltag zu kommen und viel mehr vom wunderschönen Norden zu erkunden. Den Friesentee am Nachmittag haben wir uns im Alltag immerhin schon bewahrt und das bringt definitiv einen wunderschönen Beigeschmack vom nordischen Flair. ❤

Ein Kommentar zu „Wochenendausflug – NORDFRIESEN-EDITION – TEIL 2

  1. Hallo Anna:)
    Euer Ausflug klingt wunderbar entspannt und an euren Bedürfnissen orientiert; so etwas ist viel öfter nötig, ich stimme dir voll und ganz zu! Ich war am WE auch einfach mal weg, zwar nicht spontan, sondern länger schon geplant, aber es tat mir gut, einfach mal etwas Neues zu sehen. Das steht auch auf meiner Liste für 2022: kürzere Ausflüge innerhalb Deutschlands.
    Am allerbesten gefällt mir übrigens das Bild mit den Schafen – so idyllisch und süß, ich möchte mich quasi ankuscheln 😉
    Liebe Grüße,
    Katharina

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