Rückbesinnung //

Was ist es eigentlich, was mich davon abhält zu schreiben? Zeit kann es nicht sein, die finde ich dann doch irgendwie auch für andere Dinge. Die Lust daran? Nein. Ich liebe das Schreiben. Bei Instagram poste ich beinahe täglich und finde auch da meine Worte. Ist es Angst? Aber wovor? Dass das hier keiner ließt? Und wenn schon! Irgendwie ist das Bloggen wie ein alter Freund den man Ewigkeiten nicht gesehen hat und wenn man ihn wiedertrifft, ist plötzlich alles wie früher. So unkompliziert schön.

Was ist heute eigentlich anders, als die restlichen 350 Tage die ich mich hier nicht hab blicken lassen? Ich fühle es einfach. Ich denke nicht, ich schreibe. Einfach so! Ein Bauchgefühl dem ich folge. Vielleicht ist der Anflug von ersten besinnlichen Weihnachtsgefühlen, das langsame runterfahren aller stressigen Prozesse, das Einstellen auf Ruhe. Rückbesinnung. Entschuldigung. Vielleicht lag es auch an meinem Mutausbruch von gerade einfach mal in die Stadt zu gehen, zu bummeln, einen Kaffee zu holen und zu schlendern. Mach ich nicht oft. Und wenn, also wenn die Angst übermannt wurde und ich einfach ins handeln statt ins denken kommen, dann fühlt es sich einfach großartig an.

Hier bin ich also. Als ich diesen Blog hier startete war ich ein unerfahrenes Küken, kurz vorm Abi und mitten im Prozess Erwachsen zu werden. 6 Jahre später sitze ich hier, immer noch etwas Küken, nicht viel Erwachsener als damals, aber mit mehr Erfahrung und dieses mal kurz vorm Uniabschluss. Verrückt. Das nächste Mal wenn ich innehalte und weitere 6 Jahre vergangen sind, dann… ja was ist dann eigentlich? Ich hab keine Ahnung wohin der Weg führt. Ist reizvoll aber auch beängstigend, dieses große Abenteuer namens Leben.

Ja naja was ich eigentlich sagen wollte: ich vermisse das hier, diesen Teil von mir und wünsche mir mehr von diesen eingebungsvollen Momenten, in denen ich einfach meinen Laptop aufklappe und losschreibe. Ich weiß nicht ob es reicht für ein „willkommen zurück“, aber auf jeden Fall für ein „Auf bald!“
Und bevor die Angst zu groß wird, dass all das hier Stuss ist und ich ins zweifeln komme, ob das hier postenswert ist, klicke ich einfach mal auf veröffentlichen und schaue was passiert.

3 Kommentare zu „Rückbesinnung //

  1. Schön, dass es dir auch so geht, Anna! Ich denke auch viel mehr ans Bloggen, als ich tatsächlich blogge. Und dabei macht es mir solche Freude, zu schreiben und später nochmal durch meine Gedanken zu stöbern, besonders bei den Reiseposts. Ich denke, dass solche Posts größer und bedeutender sind/scheinen als mal eben ein Foto oder so bei IG (was ich z.B. gar nicht habe und haben will) – darum macht es mehr Angst?, nein, schreckt es vielleicht eher ab. Aber dein „Auf bald“ lässt mich auf mehr hoffen – bis bald also! 🙂 Ganz liebe Grüße, Katharina

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