Von neuen Hobbys und Mutmachern đŸŒ± //

WĂ€hrend ich hier die ersten Worte tippe, muss ich schmunzeln. Nicht nur wegen der Vorfreude und des inspirierenden Kribbeln in meinen Fingern, sondern auch bei der Vorstellung, dass wohl viele Menschen mit solchen Gedanken in ihre entstehenden Werke starten. Ich schreibe ein Buch. Naja also schauen wir mal, wo das ganze hier enden wird. Vielleicht bleibt es ja auch bei dem Prolog. Wie es zu diesem kommt? Ganz einfach. Seit meinem Abschluss so ziemlich genau vor einem Monat, bekomm ich, fast so als hĂ€tten sich alle, denen ich von meinem Bachelor of Arts erzĂ€hle, abgesprochen, die grausigste aller Trigger-Fragen zu stellen: „Und was machst du jetzt?“ BAM. Da war es also wieder. Diese peinliche Stille in meinem Kopf, die Leere, eine Stimme die schreit: „SAG WAS, LOS, IRGENDWAS!“ und die folgende Standartantwort: „Ich nehme mir jetzt erstmal eine Pause, fahre ein wenig runter und sortiere mich mal….“. Gerne untermalt von entweder einem fast schon entschuldigendem, abgesenktem Kopf und mehr Gesichtsfarbe als vorher oder -an mental stabileren Tagen- einer schnellen Überleitung zum nĂ€chsten Thema.

5 Jahre lang war dieses Studium mein Leben, hab hierfĂŒr meine Heimat verlassen und bin in eine fĂŒr mich völlig fremde Stadt gezogen. 24/7, ob ich wollte oder nicht. 11 Semester (8 davon regulĂ€r), 3 von Corona geprĂ€gt, die restlichen irgendwas zwischen persönlicher Weiterentwicklung und lehrreicher Weiterbildung. 5 Jahre, das sind 43800 Stunden, knapp 60 Monate, also gefĂŒhlt jedenfalls eine halbe Ewigkeit.

Das hier ist der Anfang eines neuen Abenteuers, vielleicht eine neue 5 Jahresspanne, der Beginn einer Reise zu mir und meinen WĂŒnschen.
Und wĂ€hrend ich von einer Stellenanzeige zur nĂ€chsten Springe und mich immer wieder Frage: „Willst du das wirklich?“, gibt es kleine inspirierende Momente, in denen plötzlich alles klar und logisch erscheint. Wenn ich das hier so aufschreibe, komme ich mir blöd vor, ich Versuchs aber trotzdem mal. Vielleicht als Mutmacher fĂŒr alle Anderen (und als Erinnerung an mich), dass alles möglich und nichts falsch ist, schon gar nicht, wenn es sich so gut anfĂŒhlt. Ich möchte mich auf die Anziehen von Blumen fokussieren, meine eigenen BlumenstrĂ€uße zusammenstellen. So, jetzt ist es raus. Ich denke der Wunsch besteht schon lĂ€nger, ich hatte nur nie den Mut ihn richtig zu verfolgen, ihm nachzugehen, zu sehen, welche Bedeutung er fĂŒr mich hat. Und ob es nun DAS ist, womit ich mein restliches (Arbeits-)Leben verbringe oder nicht. Aktuell jedenfalls geben sie mir einen wahnsinnigen Antrieb, meine kleinen Sprösslinge, und das motiviert mich ungemein.



Vielleicht wird das hier auch erstmal kein Buch, aber ein Erfahrungsbericht fĂŒr Absolventen/ GĂ€rtnerneulinge wie mich und mal schauen, was sich daraus ergibt. Ich freu mich erstmal drauf. 🙂

Begonnen hab ich ĂŒbrigens ganz klassisch mit Buchrecherche. Es gibt natĂŒrlich zahlreiche BĂŒcher zum Thema GĂ€rtnern und Pflanzenanzucht, praktisch aber auch ĂŒberfordernd. Bei der Suche nach dem richtigen, stieß ich mehrmals auf das Wort Slowflower , die nachhaltige Floristik aus regionalem, saisonalem und pestizidfreiem Anbau. Bingo! Genau das ist es, wonach ich gesucht hab. Instagram und Co. ist natĂŒrlich die ideale Platform, um sich durch verschiedene GĂ€rtnereien zu stöbern und Erfahrungen zu sammeln, wenn auch erstmal nur digital.
FĂŒr mich war schnell klar, dass ich loslegen will, nicht ewig in der Theorie hĂ€ngen. Also kaufte ich Samen, sogenannte Multitopfplatten und Erde und startete meinen ersten Anzuchtversuch. Beschriften ist natĂŒrlich wahnsinnig wichtig, vor allem, wenn mehrere Sorten zusammenwohnen. In diesem Fall vielleicht nicht sooo wichtig, da es sich erstmal „nur“ um eine Wildblumensaat handelt, aber fĂŒrs Feeling und zur Probe wars ganz gut.
Ziemlich aufregend so ne Anzucht, also als AnfĂ€nger jedenfalls noch. Und magisch! Mit jedem Tag verĂ€nderten sich die Samen, bis sie schließlich in die Höhe schossen. VerrĂŒckt wie das so funktioniert.

Wohnen tun die kleinen ĂŒbrigens im ZimmergewĂ€chshaus. Lange Zeit war es ein Dekoobjekt, doch jetzt wirklich nĂŒtzlich, da die PflĂ€nzchen geschĂŒtzt stehen und sich die WĂ€rme dort gut hĂ€lt. So groß wie sie jetzt schon sind, können sie bald ausgepflanzt werden, das wird nochmal ziemlich aufregend, weil sie sich dort natĂŒrlich auch wohlfĂŒhlen mĂŒssen, um weiter zu wachsen. Schauen wir mal. Erstmal bleiben sie noch etwas im Haus. Step 2, gibts dann wohl im nĂ€chsten Post. 🙂

Glaubt ihr, ich werde es schaffen, einen eigenen Blumenstrauß zusammenzustellen? đŸŒ±
Und habt ihr Erfahrung mit dem Anziehen eigener Blumen? Freue mich sehr ĂŒber Anregungen und Tipps!

Kleine Anmerkung zum Schluss: Dies ist kein Werbepost! Alles selbstgekauft 🙂

Bis bald!

-Anna 🌾

2 Kommentare zu „Von neuen Hobbys und Mutmachern đŸŒ± //

  1. Wow, das ist ja eine spannende Entwicklung. Find ich total schön, dass du dich an so etwas Neuem versuchst 🙂 Ich bin ĂŒberzeugt, dass du deinen eigenen Blumenstrauß zusammenstellen wirst!! Bin schon gespannt auf den nĂ€chsten Erfahrungsbericht. Ich habe leider keine Erfahrung mit dem Anziehen von Blumen. Habe es mal mit einem Rosmarin versucht, das ging aber schief.

    GefÀllt 1 Person

    1. Oh danke lieber Sebastian! 🙂 Freu mich immer sehr ĂŒber deine Kommentare. Bist seit all den Blogger-Jahren ein treuer Begleiter. Find ich super! Und danke auch fĂŒr deinen Optimismus. Bin wirklich sehr gespannt, wie sich die PflĂ€nzleins so machen. đŸŒ±

      Bis zum nĂ€chsten Post! ✹

      -Anna

      Like

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