Urlaub bei einer Künstlerin in Spanien 🖌🎨

Wer mich kennt weiß, dass ich für meine doch noch jungen 18 Jahren schon einiges von der Welt bereist und gesehen habe. So kommt es auch, dass ich Spitznamen wie „die, die immer auf Achse ist“ oder „Reisemensch“ erhalten habe. 😀

Wenn ihr einen meiner letzten Beiträge gelesen habt, wisst auch ihr, dass ich vor kurzem erst in Spanien unterwegs war. Um so verwunderlicher ist es, dass ich letzte Woche erst wieder dort war. Diesmal stand jedoch nicht Calella auf dem Programm, sondern Mallorca. Um genauer zu sein die kleine Stadt Cala Sant Vicenç, im Norden der spanischen Touristeninsel. Doch von den sonst so Partybegeisterten Urlaubern war hier gar nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil!

Schon nach unserer Ankunft mit dem Flugzeug von Frankfurt aus in Palma, waren meine Oma, meine beste Freundin und ich – mit denen ich gemeinsam reiste 😛 – überwältigt von dem riesigen Flughafen. Nicht nur, dass er viel viel größer ausgebaut wirkte und die zurückgelegten Strecken vom Flugzeug zum Kofferband noch länger schienen als zur letzten Reise, auch die Außenanlage war anders gestaltet. Riesige Palmen und Wasserelemente begrüßten uns, was im ersten Moment für einen Flughafen übertrieben wirkt, jedoch gibt es eine unglaublich entspannende Atmosphäre und man kann sich sofort auf seinen Urlaub und das anhaltende Gefühl der kommende Tage einstellen: ein Sommer-Sonne-Strand-Feeling. ☀️🏝

Vor unserer Reise sagte meine Oma zu uns, wir würden auf Mallorca eine Freundin von ihr in ihrer eigenen Finca besuchen. Da sie Künstlerin ist, hat sie dort viele ihrer Werke erstellt und sich viele Inspirationen einholen können. Irene, die Freundin, sei nicht ganz unerfolgreich mit ihren Bildern und wir können von ihr sicherlich noch ein paar Tipps holen und vielleicht sogar etwas malen.

In unserem Taxi zur Finca staunten wir über diese atemberaubende Landschaft. Solche Bilder, wie sie sich vor dem Autofenster auftaten, würde man niemals mit Mallorca, der Partyinsel schlecht hin, verbinden. Berge, einer größer als der andere und prächtige, knallige Blumen, welche bei uns niemals so wunderschön blühen würden und noch nach 10 km Entfernung zu erkennen waren. Ab und an waren sogar Schafe, Ziegen und Kühe zu sehen, welche auf der Weide grasten und ihr Leben lebten. 🙂 🚖🐮🐐🐑

Als von einer Finca gesprochen wurde, welche wir ja besuchen werden, erwartete ich ein kleines, unauffälliges Haus, mit einem kleinen Pool und 2 Schlafzimmern, auf die wir uns 4 aufteilen werden. Ein kleines, süßes Ferienhaus eben. 😀
Doch an dem Haus, an welchem wir ankamen, war Platz für ca. 2 Fußballmannschaften, inklusive Trainer und was da noch so dazugehört. Ein Pool war vorhanden, jedoch dreimal so groß wie erwartet. Wir 3 schliefen nicht im „Haupthaus“, sondern im höhergelegenen Gästehaus, wie wir es nannten, mit 2 Schlafzimmer, einem großen Wohnzimmer, eine kleine Küche sowas ein schönes, mit Kachel verziertes Badezimmer. Es war unglaublich! Niemals hätten wir uns sowas erträumt. 🙂 Und das beste: der Strand ist nur 10 min von uns entfernt!

Unsere Woche dort verlief so unglaublich entspannt und unspektakulär, das komplette Gegenteil also zu unserer Abifahrt in Calella. 😀
Wenn wir den Tag nicht im Pool verbrachten, dann auf der Sonnenliege mit einem Buch in der Hand. Ausflüge waren aufgrund der Hitze einfach nicht möglich. Bis 10 Uhr war es ohne Pool erträglich, danach kam man ohne kaum noch aus. 😀 Zu unserer Verteidigung: wir hatten teilweise Temperaturen bis zu 38°C. 😉

An dem einen Sonntag wagten wir uns jedoch mal von der Finca und besuchten mit dem Auto die nächstgrößere Stadt namens Pollença. Sonntags findet dort nämlich eine Art Wochenmarkt statt, auf dem so gut wie alles zu finden ist. Selten habe ich so viele Obst- und Gemüsestände auf einen Haufen gesehen. Auch Brot, Fleisch und Käse waren zu finden und auch von Blumenverkäufern gab es nicht zu wenig. 🙂
Sobald wir den Markt verließen bemerkten wir, dass sich eine richtige Welle von Ständen durch die ganze Stadt zog. So waren Lebensmittel auf dem Markt zu finden und Schmuck, sowie Kleidungsstücke in den vielen kleinen Gässchen.

Eine weitere Aktivität neben dem Pool, war für mich das Malen und Kreativ werden. Irene, welche ihre Bilder übrigens mit ihrem Künstlernamen Irene de Gavina (bedeutet so viel wie Möwe) veröffentlicht, gab mir sehr viele Ratschläge für das Malen. Um es nicht nur bei der Theorie zu belassen, kramte sie ein älteres ihrer Bilder aus, welches ihr nicht recht gefällt. Es wirkt ihrer Meinung nach zu trist, grau und traurig und ICH solle das nun ändern. Mit Pastellkreiden bewaffnet machte ich mich an die Arbeit und fand wirklich gefallen daran, Veränderungen nach meinen Vorstellungen zu erzeugen. Ab und an sollte ich Abstand vom Bild nehmen, um einen anderen Blick darauf werfen und eventuell neue Ideen entwickeln zu können.
Um ehrlich zu sein, gefiel mir das Endergebnis gar nicht so gut, aber ich habe tolle Erfahrungen sammeln können, die ich auch während des Urlaubs in eigenen Bildern noch anwendete. 🙂


Auf dem ganzen Grundstück waren Irenes Bilder aufgehängt worden. Jedes von ihnen hat seinen ganz eigenen, besonderen Charme, ihr gewisser, bestimmter Stil ist jedoch in jedem zu erkennen. Wie eine Art künstlerische Unterschrift.
Sehr viele ihrer Bilder finde ich wirklich so beeindruckend und wunderschön und würde sie sofort mitnehmen, andere wiederum gefallen mir gar nicht und das ist auch gut so. Wäre ja auch blöd und langweilig, wenn mir alle gefallen würden. 😉
Irene ist es wichtig, dass jeder Betrachter seine ganz eigene Fantasie anregen lässt. Sie möchte nicht etwas darstellen und abbilden, was jeder erkennen würde, sondern arbeitet gezielt Figuren, Tiere und Menschen aus Strukturen heraus, die gar nicht geplant waren. So kommt es, dass sich beispielsweise auf einem Bild, welches eigentlich eine Rose abbildet, Gesichter auftauchen, die prinzipiell gar nicht zum Motiv gehören. 🙂

IMG_2153
Irenes Bilder im Poolbereich 🙂 (Ein kleiner Bruchteil von ihren Werken)

Das Meer, bzw. das Wasser an sich ist ein häufig wiederkehrendes Motiv ihrer Bilder, was ich absolut nachvollziehen kann.
Das Meerwasser hier ist so unglaublich klar, dass man nicht nur bis zum Boden gucken, sondern auch viele, bunte und kleine Fische um sich beobachten kann! Auch die unzähligen Blautöne des Wassers sind atemberaubend. In Verbindung mit den Bergen, ergibt die Szene ein unvergessliches Bild. Also kein Wunder, dass Irene das Meer immer wieder wählt. 🙂

Die ganze Woche hatten wir schönstes Wetter, nur am Tag der Abreise hingen dicke Wolken am Himmel und sogar kleine Regentropfen tauchten auf. So fiel uns der Abschied wenigstens nicht ganz so schwer. 🙂
Es war eine wirklich sehr spannende, aufschlussreiche und entspannende Woche gewesen. Am meisten werde ich wohl wie immer den Pool, bzw. dieses klare, schillernde Meer vermissen. 🙂


Falls euch noch interessiert, was ich letztens in Barcelona erlebt und gesehen habe, dann schaut mal hier vorbei: Barcelona- Ein Tagestrip in die katalanische Hauptstadt am Mittelmeer 🏟🏖

Vielen Dank fürs Vorbeischauen und Lesen und bis hoffentlich bald wieder!

-A ❤

4 Kommentare zu „Urlaub bei einer Künstlerin in Spanien 🖌🎨

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